Schließen

Wissenswertes über:

Anschlußfinanzierung Ihrer Immobilie in Aschaffenburg - Vergleichen kann sich lohnen

Einbindung von bestehenden Bausparverträgen und Versicherungen in die Anschlussfinanzierung

Bei einer Anschlussfinanzierung (Prolongation oder Umschuldung) können verschiedene Finanzierungsarten in Betracht gezogen werden, um bestehende Bausparverträge und Versicherungen sinnvoll einzubeziehen. Ein strukturierter Zinsvergleich, die Wahl der passenden Sollzinsbindung (z. B. 10, 15 oder 20 Jahre) sowie Optionen wie Sondertilgung und Tilgungssatzwechsel helfen, Zinskosten zu senken und die Rate an Ihre Lebenssituation anzupassen.

Bauspardarlehen und bestehende Bausparverträge

Bauspardarlehen: Wenn Sie bereits einen Bausparvertrag haben, können Sie das angesparte Guthaben als Eigenkapital für ein Bauspardarlehen verwenden. Das Bauspardarlehen wird dann mit dem Guthaben verrechnet und Sie erhalten den Restbetrag als Darlehen. Achten Sie auf Zuteilungsreife, Bewertungszahl, Darlehenszins sowie mögliche Förderungen (z. B. Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage oder Wohn-Riester).

  • Vorteile: planbare Zinsen, oft flexible Sondertilgungen, strategische Senkung des Beleihungsauslaufs.
  • Worauf achten: Effektivzins, Abschluss- und Kontoführungsgebühren, Zuteilungszeitpunkt, Einbindung in die Gesamtstrategie.

Forward-Darlehen: Zinsen von morgen heute sichern

Forward-Darlehen: Wenn Sie bereits wissen, dass Sie in Zukunft eine Anschlussfinanzierung benötigen, können Sie ein Forward-Darlehen abschließen. Dabei sichern Sie sich bereits heute einen festen Zinssatz für die zukünftige Finanzierung. Dies ermöglicht Ihnen, von niedrigen Zinsen zu profitieren und sich gegen mögliche Zinserhöhungen abzusichern. Je nach Bank sind Vorlaufzeiten von ca. 12 bis 60 Monaten möglich; berücksichtigen Sie eventuelle Forward-Aufschläge und die Alternative von Bereitstellungszinsen.

Umschuldung vs. Prolongation

Umschuldung: Sie können Ihre bestehenden Darlehen und Verträge durch eine Umschuldung in die Anschlussfinanzierung integrieren. Dabei nehmen Sie ein neues Darlehen auf, um die bestehenden Schulden abzulösen. Dies kann Ihnen helfen, von günstigeren Konditionen zu profitieren oder Ihre Finanzierung zu optimieren. Vergleichen Sie die Umschuldung mit der Prolongation (Verlängerung bei der bisherigen Bank), um Effektivzins, Rate, Flexibilität (Sondertilgung, Tilgungssatzwechsel) und Gesamtkosten gegenüberzustellen.

  • Kosten im Blick: mögliche Vorfälligkeitsentschädigung, Notar- und Grundbuchkosten (Umschreibung/Abtretung der Grundschuld), eventuelle Bereitstellungszinsen.
  • Ziel: Restschuld günstig finanzieren, Zinsbindung passend wählen, Rückzahlungsdauer und Monatsrate planbar halten.

Kombination verschiedener Finanzierungsarten

Kombination verschiedener Finanzierungsarten: Je nach Ihren individuellen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten können Sie auch verschiedene Finanzierungsarten kombinieren. Zum Beispiel könnten Sie einen Teil der Anschlussfinanzierung über ein Annuitätendarlehen abdecken und einen anderen Teil über einen bestehenden Bausparvertrag finanzieren. Ebenso können bestehende Lebensversicherungen als Tilgungsersatz in die Anschlussfinanzierung integriert werden. Hier ist jedoch immens wichtig, darauf zu achten, dass die Verwendung der Lebensversicherung als Tilgungsersatz nicht steuerschädlich ist.

  • Sinnvoll bei: Optimierung des Beleihungsauslaufs, Absicherung gegen Zinsrisiken, Nutzung von Sondertilgungsoptionen.
  • Zusatzoptionen: Einbindung von KfW-Förderdarlehen bei Modernisierung, energetischer Sanierung oder altersgerechtem Umbau (je nach Förderbedingungen).

Individuelle Strategie und Beratung

Es ist wichtig, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und Ihre individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten zu berücksichtigen. Prüfen Sie Zinsentwicklung, Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgungen und die Auswirkungen auf die Restschuld zum Zinsbindungsende. Ein Finanzierungsberater von Hausguthaben kann Ihnen dabei helfen, die beste Finanzierungsart für Ihre Anschlussfinanzierung zu finden und die Integration bestehender Bausparverträge und Versicherungen zu optimieren.

Häufige Fragen zur Anschlussfinanzierung, Bausparen und Umschuldung

1) Was ist eine Anschlussfinanzierung und wann sollte ich mich darum kümmern?

Eine Anschlussfinanzierung schließt an die auslaufende Zinsbindung Ihres bestehenden Immobiliendarlehens an. Spätestens 6–24 Monate vor Ablauf sollten Sie Angebote vergleichen. Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich Zinsen sogar bis zu 60 Monate im Voraus sichern.

2) Kann ich meinen Bausparvertrag als Eigenkapital oder zur Tilgung einsetzen?

Ja. Das Bausparguthaben kann als Eigenkapital die Konditionen verbessern oder direkt zur Tilgung eingesetzt werden. Bei Zuteilung kann das Bauspardarlehen die Restschuld teilweise oder vollständig finanzieren. Achten Sie auf Zuteilungsreife, Darlehenszins und Förderungen (z. B. Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie).

3) Für wen lohnt sich ein Forward-Darlehen?

Für Kreditnehmer, die mit steigenden Zinsen rechnen oder Planungssicherheit wünschen. Es schützt vor zukünftigen Zinserhöhungen, kann aber einen Forward-Aufschlag enthalten. Prüfen Sie Alternativen wie Prolongation oder Umschuldung und die Gesamtkosten inkl. Effektivzins.

4) Umschuldung oder Prolongation: Was ist besser?

Das hängt von Zinssatz, Flexibilität und Kosten ab. Eine Umschuldung zu einer anderen Bank kann günstigere Konditionen bieten; die Prolongation ist oft bequemer. Vergleichen Sie Angebote, Sondertilgungsrechte, Tilgungssatzwechsel, Gebühren und mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen.

5) Kann ich eine Lebensversicherung als Tilgungsersatz nutzen?

Grundsätzlich ja, etwa in endfälligen Modellen. Prüfen Sie jedoch Rendite, Risiken und steuerliche Aspekte. Achten Sie darauf, dass die Nutzung nicht steuerschädlich ist und dass der Tilgungsersatz zum Laufzeitende die Restschuld deckt.

6) Welche Kosten fallen bei der Umschuldung an?

Mögliche Kosten sind Notar- und Grundbuchgebühren (Grundschuldabtretung/-neubestellung), eventuelle Vorfälligkeitsentschädigung, Bereitstellungszinsen sowie Auslagen der Banken. Oft lassen sich diese durch bessere Zinsen amortisieren.

7) Welche Unterlagen werden für die Anschlussfinanzierung benötigt?

In der Regel Gehaltsnachweise, Selbstauskunft, Darlehensverträge, Restschuld- und Ablösebescheinigung, Grundbuchauszug, Beleihungsunterlagen (z. B. Lageplan, Wohnflächenberechnung) sowie Nachweise zu Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder KfW-Darlehen.

8) Wie beeinflusst der Beleihungsauslauf meinen Zinssatz?

Je niedriger der Beleihungsauslauf (z. B. unter 80 %), desto günstiger ist in der Regel der Zinssatz. Eigenkapital, Tilgung, Wert der Immobilie und Einbindung von Bausparguthaben können den Beleihungsauslauf reduzieren und so bessere Konditionen ermöglichen.