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Wissenswertes über:

Immobilienkredit Nürnberg - Kauf, Bau oder Modernisierung einer Immobilie

Welche Arten von Immobilienkrediten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Immobilienkrediten. Eine gängige Form ist das Annuitätendarlehen (Rückzahlungsdarlehen), bei dem der Kreditnehmer das Darlehen mit einer festen monatlichen Rate bestehend aus Zinsen und Kapital zurückzahlt. Diese Rate bleibt über die Zinsbindung konstant; der Zinsanteil sinkt im Zeitverlauf, während der Tilgungsanteil steigt. Wichtige Parameter sind dabei Zinsbindung, Sollzins, effektiver Jahreszins, Anfangstilgung, Laufzeit, mögliche Sondertilgungen und Ratenpause.

Eine andere Art ist das endfällige Darlehen, bei dem der Kreditnehmer während der gesamten Kreditlaufzeit nur die Zinsen zahlt und am Ende den gesamten Kapitalbetrag zurückzahlt. Häufig wird parallel ein Tilgungsträger (z. B. Bausparvertrag, Wertpapiersparplan oder Lebensversicherung) bespart. Endfällige Darlehen eignen sich eher für spezielle Konstellationen und können insgesamt teurer sein, weil die Zinsen über die gesamte Laufzeit auf die volle Kreditsumme anfallen.

Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Kreditprogramme öffentlicher Institutionen, wie zum Beispiel die KfW-Darlehen, bei denen es sich um geförderte Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Förderung unterschiedlicher Zwecke handelt, darunter energetische Sanierung, Neubau mit hoher Energieeffizienz, altersgerechter Umbau und der Eigenheimkauf. KfW-Förderkredite bieten oft vergünstigte Zinssätze und können mit Tilgungszuschüssen kombiniert werden. In der Praxis werden KfW-Darlehen häufig mit einem klassischen Hypothekendarlehen der Hausbank gebündelt.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Verfügbarkeit bestimmter Kreditarten je nach Land und den Richtlinien der Finanzinstitute variieren kann. Es empfiehlt sich, einen Finanzierungsberater oder ein Finanzinstitut zu konsultieren, um die spezifischen Arten von Immobilienkrediten zu verstehen, die Ihnen zur Verfügung stehen.

Um den für Sie passenden Immobilienkredit zu finden, stehen Ihnen die Finanzierungsberater von Hausguthaben gerne zur Verfügung – inklusive Zinsvergleich, Optimierung von Zinsbindung und Tilgung, Prüfung von KfW-Förderungen sowie einer transparenten Gegenüberstellung aller Kosten.

Weitere verbreitete Darlehensarten und Begriffe der Baufinanzierung:

  • Hypothekendarlehen/Baufinanzierung: Üblicherweise als Annuitätendarlehen ausgestaltet; Absicherung über eine Grundschuld.
  • Variables Darlehen: Zinssatz ist nicht fest, sondern an einen Referenzzinssatz gekoppelt; flexible Sondertilgung möglich, aber Zinsänderungsrisiko.
  • Festzinsdarlehen mit langer Zinsbindung (z. B. 15–30 Jahre): Hohe Planungssicherheit gegen Zinsanstiege.
  • Forward-Darlehen (Anschlussfinanzierung): Heute Zinssatz für eine zukünftige Anschlussfinanzierung sichern; wichtig bei auslaufender Zinsbindung.
  • Bauspar-/Kombikredit: Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen, nützlich für planbare Tilgung und Zinsabsicherung.
  • Zwischenfinanzierung/Überbrückungsdarlehen: Kurzfristige Finanzierung bis zur Auszahlung von Verkaufserlösen oder Bausparmitteln.
  • Modernisierungs- und Sanierungskredite: Speziell für Renovierung, energetische Sanierung oder Umbau; oft ohne Grundschuldeintrag bis zu bestimmten Summen.
  • Nachrangdarlehen: Ergänzungsdarlehen bei höherem Finanzierungsbedarf; höherer Zinssatz, weil nachrangig besichert.

Wichtige Kennzahlen: Eigenkapitalquote, Beleihungsauslauf (Loan-to-Value, LTV), Bonität/Schufa, Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler), Sondertilgungsoptionen und Gesamtbelastung pro Monat.

FAQ zu Immobilienkrediten

Was ist der Unterschied zwischen Annuitätendarlehen und endfälligem Darlehen?

Beim Annuitätendarlehen zahlen Sie eine gleichbleibende monatliche Rate, die aus Zins und Tilgung besteht; der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt. Beim endfälligen Darlehen zahlen Sie während der Laufzeit nur Zinsen und tilgen die gesamte Kreditsumme am Laufzeitende, häufig mit einem separaten Tilgungsträger. Annuitätendarlehen sind für die meisten Käufer planbarer, endfällige Darlehen eher für spezielle Fälle geeignet.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilienfinanzierung?

Empfehlenswert sind mindestens die Kaufnebenkosten (z. B. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler) plus 10–20 % Eigenkapital. Je höher Ihr Eigenkapital, desto geringer der Beleihungsauslauf (LTV) und desto besser sind in der Regel Zinssatz und Konditionen.

Welche Zinsbindung ist sinnvoll?

Die optimale Zinsbindung hängt von Zinsumfeld, Planungssicherheit und Ihrer Rückzahlungsstrategie ab. Kurze Bindungen (z. B. 5–10 Jahre) sind oft günstiger, lange Bindungen (15–30 Jahre) bieten mehr Sicherheit gegen Zinsanstiege. Viele Haushalte wählen 10–15 Jahre mit Sondertilgungsoption.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?

Der Sollzins ist der vertraglich vereinbarte Zinssatz ohne Zusatzkosten. Der effektive Jahreszins enthält alle preisbestimmenden Kosten (z. B. Bearbeitungs- oder Vermittlungskosten, sofern erhoben) und eignet sich besser für den Angebotsvergleich.

Was bedeutet Beleihungsauslauf (LTV) und warum ist er wichtig?

Der Beleihungsauslauf ist das Verhältnis aus Darlehenssumme zum Beleihungswert/Kaufpreis der Immobilie. Ein niedriger LTV (z. B. 60–80 %) signalisiert geringeres Risiko für die Bank und führt oft zu besseren Zinskonditionen.

Was sind Sondertilgungen und lohnen sie sich?

Sondertilgungen sind zusätzliche Rückzahlungen außerhalb des regulären Tilgungsplans. Sie senken Restschuld, Laufzeit und Gesamtzinsen. Achten Sie auf vertraglich vereinbarte jährliche Sondertilgungsquoten und mögliche Gebühren.

Wie funktioniert die Anschlussfinanzierung bzw. ein Forward-Darlehen?

Läuft Ihre Zinsbindung aus, benötigen Sie eine Anschlussfinanzierung. Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich den Zinssatz bis zu mehrere Jahre im Voraus. So vermeiden Sie Zinsrisiken und können die Restschuld strategisch planen.

Welche KfW-Förderungen gibt es für Immobilien?

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite und teils Tilgungszuschüsse für energetische Sanierungen, effiziente Neubauten, altersgerechten Umbau und Wohneigentum. Häufig werden KfW-Mittel mit Bankdarlehen kombiniert. Förderbedingungen ändern sich regelmäßig – lassen Sie sich individuell beraten.