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Wissenswertes über:

Finanzierung Immobilie Schweinfurt - Möglichkeiten Ihre Kinder zu unterstützen

Kinder finanziell unterstützen mit einer Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung

Es ist großartig zu hören, dass Sie daran interessiert sind, Kindern finanziell zu helfen. Eine Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung – oft auch zweckfreie Immobilienfinanzierung, Immobilienkredit ohne Zweckbindung oder Beleihung der Bestandsimmobilie genannt – kann eine sehr gute Möglichkeit sein, schnell Liquidität zu schaffen, um Kinder oder Enkelkinder zu unterstützen, z. B. bei Ausbildung, Vermögensaufbau oder der ersten eigenen Immobilie.

Was Sie vorab klären sollten

Klären Sie Ihre Absichten: Überlegen Sie, wie Sie die finanzielle Unterstützung nutzen möchten. Möchten Sie beispielsweise Geld für die Ausbildung des Kindes bereitstellen, Eigenkapital für den Immobilienkauf ermöglichen oder eine finanzielle Grundlage für die Zukunft schaffen? Je klarer der Zweck, desto besser lässt sich die passende Finanzierungsstrategie wählen (z. B. Schenkung vs. Darlehen an Angehörige).

Professionelle Beratung einholen

Konsultieren Sie einen Finanzberater: Es ist ratsam, einen erfahrenen Finanzierungsberater zu konsultieren, um Ihre Bonität, den Beleihungsauslauf (LTV) und die Zinsbindung zu prüfen und die besten Optionen für eine zweckfreie Beleihung Ihrer Immobilie zu besprechen. Ein Experte kann Ihnen helfen, Zins, Tilgung, Sondertilgungen und Laufzeiten optimal auf Ihre Situation abzustimmen.

Mögliche Finanzierungswege

Immobilienfinanzierungsoptionen prüfen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung zu nutzen. Typisch sind:

  • Hypothek/Grundschuld auf Bestandsimmobilie (Kapitalfreisetzung)
  • Erweiterung/Erhöhung einer bestehenden Finanzierung oder Umschuldung
  • Nachrangdarlehen (je nach Bank und Bonität)

Vergleichen Sie effektiven Jahreszins, Nebenkosten, Zinsbindung, Tilgungssatz, Sondertilgungsrechte und Vorfälligkeitsentschädigung. Für freie Verwendung gibt es in der Regel keine KfW-Förderung, dafür sind die Zinsen oft günstiger als bei klassischen Ratenkrediten, da eine Grundschuld als Sicherheit dient.

Rechtliche und steuerliche Aspekte

Rechtliche Aspekte beachten: Wenn Sie die Mittel an Kinder weitergeben, klären Sie, ob es sich um eine Schenkung oder ein privates Darlehen handelt. Bei Schenkungen sind steuerliche Freibeträge (z. B. aktuell typischerweise 400.000 € pro Kind in Deutschland pro 10 Jahre) zu beachten. Bei Darlehen empfiehlt sich ein schriftlicher Darlehensvertrag (Zins, Laufzeit, Rückzahlungsplan). Ziehen Sie für individuelle Fragen einen Fachanwalt bzw. Steuerberater hinzu.

Wichtiger Hinweis: Eine rechtliche Beratung darf nur von einem Fachanwalt vorgenommen werden – dies ist einem Finanzierungsberater von Hausguthaben nicht erlaubt. Gerne unterstützen wir Sie aber bei der Auswahl der für Sie passenden Finanzierung. Sprechen Sie uns an.

Langfristige Auswirkungen bedenken

Langfristige Auswirkungen berücksichtigen: Eine Immobilienfinanzierung hat Einfluss auf Ihre monatliche Rate und Ihre finanzielle Stabilität. Prüfen Sie Puffer für Zinsänderungsrisiken, unvorhergesehene Ausgaben und stellen Sie sicher, dass Sie die Verpflichtungen langfristig tragen können. Beachten Sie außerdem Auszahlungsvoraussetzungen der Bank (z. B. Grundbucheintrag, Unterlagenprüfung, Schufa/Bonität).

Es ist wichtig, dass Sie Ihre individuelle Situation und Ihre finanziellen Möglichkeiten sorgfältig prüfen, bevor Sie eine Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung in Betracht ziehen. Eine solche Entscheidung sollte gut durchdacht und mit professioneller Beratung getroffen werden.


Häufige Fragen (FAQ) zur Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung

1) Was bedeutet „Immobilienfinanzierung zur freien Verwendung“ konkret?

Sie nehmen ein grundbuchlich besichertes Darlehen auf (z. B. auf eine Bestandsimmobilie) und können die ausbezahlten Mittel flexibel nutzen – etwa zur Unterstützung von Kindern, für Ausbildungskosten oder als Eigenkapitalersatz.

2) Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wesentlich sind ausreichende Bonität, tragbare Rate, ein angemessener Beleihungsauslauf und eine verwertbare Sicherheit (Grundschuld). Banken prüfen zudem Einkommen, Schufa, Objektwert und Unterlagen.

3) Ist eine zweckfreie Immobilienfinanzierung günstiger als ein Ratenkredit?

Oft ja, da die Bank durch die Grundschuld eine höhere Sicherheit hat. Dafür fallen meist Notar- und Grundbuchkosten an.

4) Schenkung oder Darlehen an das Kind – was ist besser?

Beides ist möglich. Eine Schenkung kann Schenkungsteuer-Freibeträge nutzen; ein Familienkredit (Darlehen) regelt Rückzahlung und Zinsen vertraglich. Klären Sie dies mit Fachanwalt/Steuerberater.

5) Welche Risiken gibt es?

Zinsänderungsrisiko nach Ablauf der Zinsbindung, langfristige Ratenbelastung und ggf. geringere Flexibilität. Planen Sie Puffer ein und nutzen Sie Sondertilgungen, wenn möglich.

6) Kann ich die Auszahlung zweckgebunden an mein Kind weitergeben?

Ja. Sie können das Geld schenken oder als privates Darlehen weiterreichen. Dokumentation ist wichtig (Verwendungszweck, Vertrag, Zahlungsfluss).

7) Welche Unterlagen werden typischerweise benötigt?

Einkommensnachweise, Vermögensübersicht, Objektunterlagen (Grundbuchauszug, ggf. Bewertung), bestehende Darlehensverträge, Personalausweis sowie Bankformulare.

8) Gibt es KfW-Förderung für freie Verwendung?

In der Regel nicht. KfW-Programme sind meist zweckgebunden (z. B. Energieeffizienz). Für freie Liquidität eignet sich die bankseitige Beleihung.

9) Wie hoch kann die Beleihung ausfallen?

Je nach Bank und Objekt oft bis 60–80 % des Immobilienwerts. Der individuelle LTV hängt von Bonität, Objekt, Einkommen und Gesamtverschuldung ab.

10) Was kostet eine vorzeitige Rückzahlung?

Innerhalb der Zinsbindung kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Prüfen Sie Sondertilgungsrechte und Laufzeiten beim Abschluss.