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Wissenswertes über:

Unterstützen Sie Ihre Kinder oder Enkelkinder finanziell mit einem Kredit zur freien Verwendung

Ihre Kinder finanziell unterstützen mit einem Immobilienkredit zur freien Verwendung

Es ist großartig, dass Sie Ihre Kinder finanziell unterstützen möchten. Ein Immobilienkredit zur freien Verwendung (zweckungebundenes Hypothekendarlehen) kann eine gute Möglichkeit sein, um zusätzliche Mittel zu beschaffen. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:

Kreditwürdigkeit (Bonität, SCHUFA): Überprüfen Sie Ihre Kreditwürdigkeit, um sicherzustellen, dass Sie für einen Immobilienkredit qualifiziert sind. Eine gute Kreditwürdigkeit erhöht Ihre Chancen, einen Kredit zu erhalten, und kann Ihnen auch bessere Zinssätze (Sollzins, Effektivzins) bieten. Achten Sie auf aktuelle SCHUFA-Daten, Einkommen, Haushaltsrechnung und bestehende Verpflichtungen.

Budget und Tragfähigkeit: Erstellen Sie ein realistisches Budget, um festzustellen, wie viel Sie monatlich für die Rückzahlung (Rate aus Zins und Tilgung) aufbringen können. Berücksichtigen Sie dabei auch Ihre anderen finanziellen Verpflichtungen sowie Reserven für Unvorhergesehenes. Planen Sie Optionen wie Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel ein, um flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Immobilienbewertung und Beleihung: Wenn Sie bereits eine Immobilie besitzen, können Sie diese per Grundschuld als Sicherheit verwenden. Eine Immobilienbewertung ist erforderlich, um den Beleihungswert zu ermitteln. Wichtige Kennzahl: der Beleihungsauslauf (Darlehenssumme im Verhältnis zum Immobilienwert). Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto günstiger sind in der Regel die Konditionen.

Kreditangebote vergleichen: Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Banken und Baufinanzierer, um den besten Zinssatz und die besten Konditionen zu erhalten. Achten Sie auf:
- Sollzinsbindung (z. B. 5, 10, 15 Jahre)
- Effektivzins inkl. aller Kosten
- Gebühren, Schätz- und Bearbeitungskosten, Notar- und Grundbuchkosten
- Möglichkeiten für Sondertilgung, Tilgungssatzwechsel, vorzeitige Rückzahlung (Vorfälligkeitsentschädigung)

Verwendungszweck „freie Verwendung“: Ein Immobilienkredit zur freien Verwendung ermöglicht es Ihnen, das Geld für verschiedene Zwecke einzusetzen – etwa Unterstützung Ihrer Kinder (z. B. Eigenkapitalersatz für die erste eigene Immobilie), Ausbildung, Unternehmensgründung, Umschuldung teurerer Kredite oder Modernisierung. Obwohl keine Zweckbindung besteht, prüfen Banken dennoch Ihre Liquidität und die Werthaltigkeit der Sicherheit.

Rückzahlungsplan und Zinsentwicklung: Erstellen Sie einen Tilgungsplan, um den Kredit innerhalb der vereinbarten Laufzeit zurückzuzahlen. Berücksichtigen Sie dabei mögliche Zinssatzänderungen nach Ablauf der Zinsbindung (Anschlussfinanzierung) und Veränderungen Ihrer Einkommenssituation. Prüfen Sie, ob eine längere Zinsbindung sinnvoll ist, um Planungssicherheit zu erhalten.

Rechtliche und steuerliche Aspekte bei Unterstützung von Kindern: Klären Sie frühzeitig, ob die Unterstützung als Schenkung oder als privates Darlehen an Ihre Kinder erfolgen soll (schriftlicher Darlehensvertrag, Rückzahlungsmodalitäten). Beachten Sie mögliche Schenkungsteuer-Freibeträge und lassen Sie sich bei Bedarf steuerlich beraten. So bleibt Ihre Unterstützung transparent und rechtssicher.

Es ist wichtig, dass Sie sich vor der Aufnahme eines Immobilienkredits zur freien Verwendung gründlich informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einholen. Sprechen Sie mit Ihrem Bankberater oder einem Finanzexperten, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Entscheidung treffen und Ihre finanziellen Ziele erreichen können.

Gerne beraten wir Sie zu dem Thema Immobilienkredit zur freien Verwendung. Unsere erfahrenen Finanzierungsberater vergleichen für Sie tagesaktuell die Konditionen zahlreicher Banken und erstellen ein individuelles Finanzierungskonzept – inklusive Zinsvergleich, optimaler Sollzinsbindung und passender Tilgungsstrategie.

Häufige Fragen (FAQ) zum Immobilienkredit zur freien Verwendung

Was ist ein Immobilienkredit zur freien Verwendung?
Ein zweckungebundenes Hypothekendarlehen, bei dem Ihre Immobilie als Sicherheit dient. Sie können die Mittel flexibel einsetzen – z. B. zur finanziellen Unterstützung Ihrer Kinder, für Ausbildung, Modernisierung oder zur Umschuldung.

Worin liegt der Unterschied zum Ratenkredit?
Ratenkredite sind meist schneller, aber oft teurer und ohne Grundschuld. Immobilienkredite sind durch die Immobilie besichert und bieten deshalb in der Regel niedrigere Zinssätze, erfordern aber eine Wertermittlung und Grundbucheintrag.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Ausreichende Bonität, stabiles Einkommen, werthaltige Immobilie, tragfähige Haushaltsrechnung sowie die Bereitschaft, eine Grundschuld eintragen zu lassen. Die Bank prüft SCHUFA, Beleihungsauslauf und Auszahlungsvoraussetzungen.

Wie hoch kann ich meine Immobilie beleihen?
Häufig bis 60–80 % des Immobilienwertes, abhängig von Objekt, Lage und Einkommen. Je niedriger der Beleihungsauslauf, desto besser die Konditionen.

Welche Kosten fallen an?
Neben Zinsen: eventuelle Bearbeitungs- und Schätzkosten, Notar- und Grundbuchkosten für die Grundschuld, ggf. Bereitstellungszinsen. Bei vorzeitiger Rückzahlung kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen.

Kann ich Sondertilgungen leisten?
Ja, viele Darlehen erlauben jährliche Sondertilgungen (z. B. 5–10 % der Restschuld) und Tilgungssatzwechsel. Das beschleunigt die Entschuldung und spart Zinsen.

Wie unterstütze ich meine Kinder am besten – Schenkung oder Darlehen?
Beides ist möglich. Eine Schenkung kann einfach sein, unterliegt aber ggf. der Schenkungsteuer (mit hohen Freibeträgen pro Kind). Ein privater Darlehensvertrag schafft klare Rückzahlungsregeln. Lassen Sie sich rechtlich und steuerlich beraten.

Ist der Kredit steuerlich absetzbar?
Bei privater Nutzung in der Regel nein. Wird das Darlehen jedoch zur Finanzierung vermieteter Immobilienanteile der Kinder eingesetzt, können Zinsen anteilig als Werbungskosten absetzbar sein. Bitte individuell steuerlich prüfen lassen.

Was passiert nach Ablauf der Zinsbindung?
Es ist eine Anschlussfinanzierung nötig. Vergleichen Sie rechtzeitig Angebote oder sichern Sie sich per Forward-Darlehen heutige Zinsen für die Zukunft.

Gibt es Alternativen?
Ja, z. B. klassischer Ratenkredit, Modernisierungskredit, KfW-Förderdarlehen (meist zweckgebunden) oder der Verkauf/Teilverkauf von Vermögenswerten. Welche Option passt, hängt von Zinssituation, Laufzeit und Flexibilitätswunsch ab.