Wissenswertes über:
Immobiliendarlehen für die Baufinanzierung - Hausguthaben
Immobiliendarlehen für die Baufinanzierung
Sie planen den Kauf oder Bau einer Immobilie und benötigen dafür eine passende Finanzierung? Ein Immobiliendarlehen (auch Immobilienkredit, Baukredit oder Hypothekendarlehen genannt) ist eine sinnvolle Möglichkeit, den Kauf oder Bau Ihrer Traumimmobilie zu realisieren. Hausguthaben hat die Lösung: Mit unserem Immobiliendarlehen können Sie Ihre Baufinanzierung flexibel und individuell gestalten – von der Erstfinanzierung über die Anschlussfinanzierung bis zur Umschuldung.
Die Vorteile unserer Baufinanzierung mit Immobiliendarlehen
- Niedrige Zinsen und individuelle Laufzeiten
- Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten
- Möglichkeit der Sondertilgung
- Bei manchen Bankpartnern keine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung
- Finanzierung bis zu 80 % des Immobilienwerts (Beleihungsauslauf je nach Bonität und Objekt)
- Persönliche Beratung und Betreuung
- Sofern notwendig Beschaffung der für die Finanzierung erforderlichen Unterlagen
- Je nach Bank: unterschiedliche Zinsbindungen (z. B. 5–30 Jahre), bereitstellungszinsfreie Zeit und Optionen für Volltilgerdarlehen
Angebote für Ihre Baufinanzierung
Annuitätendarlehen
Ein Annuitätendarlehen ist die klassische Form der Baufinanzierung mit Immobiliendarlehen. Hierbei zahlen Sie während der Laufzeit eine monatliche Rate (Annuität), die aus Zins- und Tilgungsanteil besteht. Die Höhe der Rate bleibt dabei konstant. Je höher der Tilgungssatz zu Beginn, desto schneller sind Sie schuldenfrei und desto geringer fallen die Gesamtkosten aus.
Tilgungsdarlehen
Das Tilgungsdarlehen ist eine Kreditform, bei der der Tilgungsanteil der monatlichen Rate während der gesamten Laufzeit konstant bleibt. Der Zinsanteil sinkt dagegen von Rate zu Rate, sodass diese sich kontinuierlich verringert und immer weiter dem Tilgungsbetrag annähert. Diese Form eignet sich, wenn Sie planbar sinkende Raten wünschen.
Forward-Darlehen (Zinssicherung für die Anschlussfinanzierung)
Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich heute schon die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung, die erst in einigen Jahren ansteht. So können Sie sich schon heute günstige Zinsen sichern und haben Planungssicherheit.
Für die Sicherung der Zinsen zahlen Sie auf die aktuell gültige Kondition einen Forwardaufschlag. Je nach Bank kann ein Forwarddarlehen bis zu 5 Jahren vor Ende der Zinsbindung abgeschlossen werden. Des Weiteren hat man bei einem Darlehen, welches noch länger als 5 Jahre läuft, ggf. ein Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB ff. (ein Darlehen kann bei einer Zinsbindung größer als 10 Jahren nach Vollauszahlung des Darlehens nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten gekündigt werden).
Immobiliendarlehen
Eine Baufinanzierung über ein Immobiliendarlehen kann auch auf Basis einer bereits bestehenden Immobilie erfolgen. Hierbei wird die Immobilie als Sicherheit (Grundschuld) für das Darlehen genommen. Das bedeutet, dass die Bank im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers das Recht hat, die Immobilie zu veräußern, um sich aus dem Erlös des Verkaufs zu bedienen.
Viele Banken bieten Baufinanzierungen auf Basis von Immobiliendarlehen an. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie das Darlehen aufgenommen werden kann. In der Regel wird die Höhe des Zinssatzes des Darlehens auf Basis des Immobilienwerts, des Beleihungswerts, des Beleihungsauslaufs (LTV) sowie der Bonität (z. B. Einkommen, Schufa) des Kreditnehmers berechnet. Wichtige Kennzahlen sind dabei Sollzins und effektiver Jahreszins.
Im Vergleich zu anderen Kreditformen wie beispielsweise einem Ratenkredit oder einem Dispokredit bietet ein Immobiliendarlehen aufgrund der hohen Sicherheit der Immobilie als Pfand oft günstigere Zinsen. Eine Baufinanzierung über ein Immobiliendarlehen kann daher eine attraktive Option sein, um den Kauf oder den Bau einer Immobilie zu finanzieren.
Wichtig ist jedoch, dass vor Aufnahme des Darlehens eine genaue Kalkulation der finanziellen Möglichkeiten vorgenommen wird. Hierbei sollte nicht nur die monatliche Rate (inkl. Tilgungssatz), sondern auch eventuelle Sonderzahlungen, die Zinsbindungsfrist, bereitstellungszinsfreie Zeiten und Nebenkosten (z. B. Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler) berücksichtigt werden.
Worauf Sie bei der Baufinanzierung achten sollten
- Eigenkapital: Ideal sind 10–20 % des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten; höhere Eigenkapitalquoten senken meist den Zinssatz.
- Zinsbindung: Längere Zinsbindungen bieten mehr Planungssicherheit; kürzere können bei fallenden Zinsen günstiger sein.
- Tilgungssatz: Ein höherer anfänglicher Tilgungssatz verkürzt die Laufzeit und senkt die Gesamtkosten.
- Beleihungsauslauf (LTV): Je niedriger der LTV, desto besser in der Regel die Konditionen.
- Sondertilgung und Ratenanpassung: Prüfen Sie flexible Optionen für schnellere Entschuldung.
- Bereitstellungszinsen: Ab wann fallen sie an und wie lang ist die bereitstellungszinsfreie Zeit?
- Fördermittel: Nutzen Sie staatliche Programme (z. B. KfW-Programme, Landesförderdarlehen wie LaBo in Bayern).
- Haushaltsrechnung: Realistische Einschätzung von Einnahmen/Ausgaben und Puffer für Unvorhergesehenes.
Unsere Beratung für Ihre Baufinanzierung
Wir bieten Ihnen eine persönliche und individuelle Beratung für Ihre Baufinanzierung. Unsere erfahrenen Finanzierungsberater unterstützen Sie bei der Wahl des passenden Immobiliendarlehens und begleiten Sie von der Beantragung bis zur Auszahlung des Darlehens. Wir berücksichtigen dabei Ihre individuellen Bedürfnisse und finden gemeinsam mit Ihnen die beste Finanzierungslösung für Ihre Traumimmobilie. Sofern sinnvoll und möglich berücksichtigen wir hierbei staatliche Förderdarlehen (z. B. KfW) bzw. Landesförderdarlehen (z. B. LaBo-Darlehen in Bayern).
Typische Unterlagen für die Kreditprüfung sind u. a.: Personalausweis, Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Eigenkapitalnachweise, Kaufvertrag bzw. Exposé, Grundbuchauszug, Flurkarte, Baubeschreibung, Baupläne, Kostenaufstellung sowie Nachweise zur Gebäudeversicherung und ggf. Mietverträge bei Kapitalanlagen.
Fazit
Ein Immobiliendarlehen ist eine flexible und individuelle Möglichkeit, um Ihre Baufinanzierung zu gestalten. Mit unseren Angeboten an Immobiliendarlehen, Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen und Forward-Darlehen bieten wir Ihnen die passende Finanzierungslösung für Ihre Traumimmobilie. Lassen Sie sich von unseren erfahrenen Finanzierungsberatern persönlich beraten und finden Sie die optimale Baufinanzierung mit Immobiliendarlehen von Hausguthaben.
Häufige Fragen (FAQ) zur Baufinanzierung und Immobiliendarlehen
Wie viel Eigenkapital benötige ich für eine Baufinanzierung?
Empfehlenswert sind 10–20 % des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten. Finanzierungen mit höherem Beleihungsauslauf (bis 100 % des Kaufpreises) sind möglich, aber meist mit höheren Zinsen verbunden.
Welche Zinsbindung ist sinnvoll?
Üblich sind 10–20 Jahre. Längere Zinsbindungen bieten Planungssicherheit, kürzere können bei erwarteten Zinssenkungen Vorteile bringen. Alternativ eignet sich ein Volltilgerdarlehen für maximale Planungssicherheit.
Unterschied Annuitätendarlehen vs. Tilgungsdarlehen?
Annuitätendarlehen: konstante Rate, steigender Tilgungsanteil über die Zeit. Tilgungsdarlehen: konstanter Tilgungsbetrag, die Rate sinkt über die Laufzeit.
Was ist ein Forward-Darlehen und wann lohnt es sich?
Damit sichern Sie sich für die kommende Anschlussfinanzierung heutige Zinsen. Es lohnt sich, wenn Zinssteigerungen erwartet werden oder Sie Planungssicherheit wünschen. Es fällt ein Forwardaufschlag an.
Welche Unterlagen braucht die Bank für die Baufinanzierung?
Personalausweis, Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Eigenkapitalnachweise, Objektunterlagen (Exposé/Kaufvertrag, Grundbuchauszug, Flurkarte), bei Bauvorhaben Baubeschreibung, Baupläne und Kostenaufstellung.
Was bedeutet Beleihungsauslauf (LTV)?
Der Beleihungsauslauf ist das Verhältnis der Darlehenshöhe zum Beleihungswert/Immobilienwert. Ein niedriger LTV führt in der Regel zu besseren Konditionen.
Kann ich Sondertilgungen leisten?
Ja, viele Darlehen erlauben jährliche Sondertilgungen (z. B. 5–10 % der Restschuld) ohne Zusatzkosten. Prüfen Sie die vertraglichen Bedingungen.
Fällt bei vorzeitiger Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung an?
Bei festverzinslichen Darlehen meist ja. Ausnahmen: Sondertilgungsrechte, variable Zinsen oder das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB nach 10 Jahren seit Vollauszahlung (Frist 6 Monate).
Was sind Bereitstellungszinsen?
Zinsen, die nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit auf noch nicht abgerufene Darlehensteile anfallen. Dauer und Höhe variieren je nach Bank.
Welche Kaufnebenkosten muss ich einplanen?
Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, ggf. Maklerprovision sowie Auslagen (z. B. für Unterlagen). Diese betragen je nach Bundesland oft 8–12 % des Kaufpreises.
Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Die Finanzierung der Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung. Optionen: Prolongation bei der bestehenden Bank, Bankwechsel oder Forward-Darlehen im Voraus sichern.
Gibt es staatliche Förderungen?
Ja, z. B. KfW-Programme (Wohneigentum, energieeffizientes Bauen/Sanieren) und Landesförderinstitute wie LaBo in Bayern. Wir prüfen passende Fördermittel für Ihr Vorhaben.