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Vergleich: Tilgungsaussetzungsdarlehen mit bestehender Lebensversicherung vs. Annuitätendarlehen per Finanzierungsrechner

Um einen objektiven Vergleich zwischen einem Tilgungsaussetzungsdarlehen (auch: endfälliges Darlehen) in Verbindung mit einer bestehenden Lebensversicherung und einem klassischen Annuitätendarlehen durchzuführen, empfiehlt sich der Einsatz eines Finanzierungsrechners bzw. Darlehensrechners. So lassen sich monatliche Raten, Gesamtkosten, Zinsanteil, Tilgungsanteil sowie die Restschuld transparent gegenüberstellen – eine wichtige Grundlage für Ihre Immobilienfinanzierung bzw. Baufinanzierung.

Tilgungsaussetzungsdarlehen (endfälliges Darlehen): Definition, Einsatz und benötigte Daten

Ein Tilgungsaussetzungsdarlehen ist eine Darlehensform, bei der Sie während eines definierten Zeitraums lediglich die Zinsen zahlen; die Tilgung wird ausgesetzt und erfolgt endfällig, z. B. aus der Ablaufleistung einer Lebensversicherung oder über eine Anschlussfinanzierung. Diese Konstruktion wird häufig genutzt, wenn Liquidität geschont werden soll oder eine Lebensversicherung ohnehin bis zum Laufzeitende weitergeführt wird.

Für den Vergleich sollten Sie folgende Parameter bereithalten:

  • Darlehensbetrag (Nettodarlehensbetrag)
  • Sollzins p. a. und Zinsbindung
  • Aussetzungszeitraum (Dauer ohne Tilgung)
  • Tilgungszeitraum nach der Aussetzung und geplanter Tilgungssatz
  • Geplante Sondertilgungen (optional)
  • Voraussichtliche Ablaufleistung bzw. Rückkaufswert der Lebensversicherung zum Fälligkeitszeitpunkt (falls zur Rückzahlung vorgesehen)

Lebensversicherung als Sicherheit mit Annuitätendarlehen: Funktionsweise und benötigte Daten

Bei einem Annuitätendarlehen zahlen Sie eine konstante Monatsrate, die aus Zins- und Tilgungsanteil besteht. Eine bestehende Kapitallebensversicherung oder Risikolebensversicherung kann über eine Sicherungsabtretung als Sicherheit dienen. Die Police wird weitergeführt; die Prämien (Beiträge) laufen parallel weiter. Alternativ zur Abtretung kommt in Einzelfällen ein Policendarlehen in Betracht.

Für den Vergleich hilfreich sind:

  • Versicherungssumme und aktueller Rückkaufswert
  • Laufzeit des Darlehens und gewünschte Zinsbindung
  • Sollzins/effektiver Jahreszins des Darlehens
  • Höhe der Prämienzahlungen (Nettobeitrag/Bruttobeitrag) und erwartete Überschussbeteiligung (falls vorhanden)
  • Geplante Sondertilgungen und gewünschte Restschuld zum Ende der Zinsbindung

So führen Sie den Finanzierungsvergleich durch

  1. Szenario A – Tilgungsaussetzungsdarlehen: Zinszahlungen während der Aussetzung berechnen, erwartete Ablaufleistung der Lebensversicherung berücksichtigen und prüfen, ob diese die Restschuld vollständig deckt. Sensitivität für Zinsänderungsrisiko und variierende Renditen der Lebensversicherung einplanen.
  2. Szenario B – Annuitätendarlehen mit abgetretener Lebensversicherung: Monatliche Annuität (Zins + Tilgung) kalkulieren, laufende Prämien der Lebensversicherung addieren und die Entwicklung der Restschuld und Gesamtkosten über die Zinsbindung/Laufzeit bestimmen.
  3. Kernkennzahlen vergleichen: Monatliche Gesamtbelastung (Rate + Prämie), Gesamtzins, Effektivzins, Restschuld, Barwert der Zahlungen, Break-even je nach Renditeannahmen der Lebensversicherung, Flexibilität bei Sondertilgungen.
  4. Szenario-Analyse: Auswirkungen von Änderungen bei Zinsniveau, Rendite/Überschüssen der Lebensversicherung, Prämienanpassungen, geplanter Anschlussfinanzierung und Steuern simulieren.

Wichtige Hinweise

  • Individuelle Vertragsbedingungen der Bank (z. B. Beleihungswert, Sondertilgungsoptionen) und der Lebensversicherung (z. B. Garantiezins, Kosten, Überschüsse) können das Ergebnis maßgeblich beeinflussen.
  • Die steuerliche Behandlung von Lebensversicherungen und Zinsen kann je nach Policenart und Haltedauer variieren. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Steuerberater beraten.
  • Dies ist eine allgemeine Orientierung – eine persönliche Finanzierungsberatung ist empfehlenswert, um die Lösung an Ihre Ziele und Ihre Risikotoleranz anzupassen.

Für die Ausgestaltung des Darlehens, eine individuelle Berechnung im Finanzierungsrechner und den persönlichen Vergleich steht Ihnen ein Finanzierungsberater von Hausguthaben gerne zur Verfügung.


Häufige Fragen (FAQ) zum Vergleich Tilgungsaussetzungsdarlehen, Lebensversicherung und Annuitätendarlehen

1) Was ist ein Tilgungsaussetzungsdarlehen (endfälliges Darlehen)?
Beim Tilgungsaussetzungsdarlehen zahlen Sie während der Zinsbindungs- bzw. Aussetzungsphase nur Zinsen. Die Tilgung erfolgt am Ende in einer Summe, häufig aus der Ablaufleistung einer Lebensversicherung oder durch Anschlussfinanzierung.

2) Wann kann ein Tilgungsaussetzungsdarlehen sinnvoller sein als ein Annuitätendarlehen?
Wenn Sie kurzfristig Ihre Liquidität schonen möchten, eine ausreichend hohe und planbare Ablaufleistung der Lebensversicherung erwarten oder steuerliche/vermögensstrategische Gründe vorliegen. Wichtig: Zinsänderungs- und Renditerisiken berücksichtigen.

3) Welche Risiken bestehen beim Tilgungsaussetzungsdarlehen mit Lebensversicherung?
Rendite-/Überschussrisiko der Police, Zinsänderungsrisiko, mögliche Deckungslücke zur Restschuld, geringere Flexibilität bei Sondertilgungen und ggf. Kosten der Police. Zudem Bonitäts- und Marktpreisrisiken beachten.

4) Wie vergleiche ich beide Varianten im Finanzierungsrechner?
Zwei Szenarien anlegen: A) endfälliges Darlehen (nur Zinsen) plus erwartete Ablaufleistung; B) Annuitätendarlehen mit monatlicher Rate. Jeweils Gesamtkosten, Restschuld, Effektivzins, Monatsbelastung (inkl. Versicherungsprämien) und Sensitivitäten vergleichen.

5) Was ist der Unterschied zwischen Sicherungsabtretung und Policendarlehen?
Bei der Sicherungsabtretung dient die Lebensversicherung der Bank als Sicherheit. Beim Policendarlehen leihen Sie direkt gegen Ihre Police an; Zinssatz und Konditionen kommen vom Versicherer, nicht von der Bank.

6) Welche Daten brauche ich für einen belastbaren Vergleich?
Darlehensbetrag, Sollzins/Effektivzins, Zinsbindung, Tilgungssatz, Sondertilgungen, Laufzeit; bei der Lebensversicherung Versicherungssumme, Rückkaufswert, Ablaufleistung, Beiträge/Prämien, Überschüsse, Kosten und Laufzeit.

7) Wie wirken sich Sondertilgungen aus?
Sondertilgungen reduzieren Restschuld, Zinskosten und Laufzeit. Prüfen Sie im Vertrag freie Sondertilgungsmöglichkeiten, Höhe pro Jahr und eventuelle Vorfälligkeitsentschädigungen.

8) Welche steuerlichen Aspekte sind zu beachten?
Je nach Policenart, Abschlussdatum und Haltedauer können Erträge aus Lebensversicherungen sowie Zinsen steuerlich unterschiedlich behandelt werden. Eine individuelle Prüfung durch den Steuerberater ist unerlässlich.