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Wissenswertes über:

Immobiliendarlehen für Photovoltaik - Finanzierung

Immobiliendarlehen zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen

Sie möchten eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf Ihrem Dach installieren, Ihren Eigenverbrauch erhöhen und langfristig Stromkosten senken? Für die Investition bietet sich ein Immobiliendarlehen als besonders günstige und flexible Photovoltaik-Finanzierung an. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Hausguthaben ein individuell passendes Immobiliendarlehen (auch als Modernisierungskredit im Rahmen der Baufinanzierung bekannt) für Ihre Solaranlage erhalten – inklusive Batteriespeicher und optionaler Wallbox.

Was ist ein Immobiliendarlehen zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen?

Ein Immobiliendarlehen zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen ist ein zweckgebundenes Darlehen, das über Ihre Immobilie besichert wird (in der Regel per Grundschuld), um Anschaffungs- und Installationskosten einer PV-Anlage zu finanzieren. Die Photovoltaik-Anlage kann dabei in die Gesamtbewertung der Immobilie einfließen und die Werthaltigkeit erhöhen. Im Vergleich zu klassischen Ratenkrediten oder Solarkrediten erhalten Sie durch die grundpfandrechtliche Besicherung meist niedrigere Zinsen, planbare Zinsbindung und flexible Tilgungsoptionen.

Vorteile eines Immobiliendarlehens zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen

  • Flexibilität: Das Darlehen wird individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten: Laufzeit, Tilgungssatz, Zinsbindung und Sondertilgungen können passend gewählt werden.
  • Niedrige Zinsen: Durch die Besicherung über die Immobilie sind die Zinsen in der Regel niedriger als bei unbesicherten Krediten (PV-Kredit/Ratenkredit).
  • Steuervorteile: Einnahmen aus Anlagen bis 30 Kilowatt-Peak (kWp) sind in der Regel einkommensteuerfrei – rückwirkend ab 2022. Zusätzlich gilt für Lieferung und Installation bestimmter PV-Anlagen der 0 % Umsatzsteuersatz (Nullsteuersatz) seit 01/2023. Dies kann die Gesamtkosten senken. (Hinweis: keine Steuerberatung; individuelle Prüfung nötig.)
  • Energiekosten sparen: Mit einer PV-Anlage erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch, senken Stromkosten und profitieren zusätzlich von Einspeisevergütungen nach EEG.
  • Wertsteigerung & Nachhaltigkeit: PV-Anlagen können die Attraktivität der Immobilie steigern und unterstützen Ihre Klimaziele.

Wie funktioniert die Darlehensaufnahme für eine Photovoltaik-Anlage?

  1. Beratung & Anfrage: Klärung von Investitionssumme (Module, Wechselrichter, Montage, Gerüst, Planung, Batteriespeicher, Wallbox), gewünschter Zinsbindung und Tilgung.
  2. Prüfung der Bonität: Ihre Bonität wird geprüft, um Konditionen (Soll-/Effektivzins) und Machbarkeit zu bewerten.
  3. Wertermittlung der Immobilie: Der Immobilienwert und der Beleihungsauslauf werden ermittelt, um die maximale Darlehenshöhe festzulegen.
  4. Kreditangebot: Sie erhalten ein individuelles Angebot mit Zinsbindung, Tilgungssatz, möglicher Bereitstellungsfrist, Sondertilgungsoptionen und transparenter Gesamtkostenübersicht.
  5. Abschluss & Auszahlung: Nach Vertragsabschluss wird das Darlehen in der Regel in einer Summe ausgezahlt, sodass Sie die Photovoltaik-Anlage installieren lassen können.
  6. Rückzahlung: Die Rückzahlung erfolgt planbar über die vereinbarte Laufzeit; Sondertilgungen und vorzeitige Rückzahlung sind je nach Vertrag möglich.

Fazit

Ein Immobiliendarlehen zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen ist eine flexible und häufig zinsgünstige Lösung, um Ihre PV-Anlage auf dem eigenen Dach – inklusive Stromspeicher – umzusetzen. Sie profitieren von stabilen Konditionen, potenziellen Steuervorteilen (Einkommensteuerfreiheit bis 30 kWp, 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung/Installation) und sparen langfristig Energiekosten. Bei Hausguthaben erhalten Sie eine persönliche Beratung und ein individuelles Angebot für Ihr Immobiliendarlehen zur Photovoltaik-Finanzierung. Prüfen Sie zusätzlich regionale Förderprogramme und kombinierbare Zuschüsse, um Ihre Investition weiter zu optimieren.

Häufige Fragen (FAQ) zur Photovoltaik-Finanzierung mit Immobiliendarlehen

Worin unterscheidet sich ein Immobiliendarlehen von einem Solarkredit/Ratenkredit?

Ein Immobiliendarlehen ist grundbuchlich besichert (Grundschuld) und bietet dadurch meist niedrigere Zinsen, längere Laufzeiten und flexible Tilgung. Ein Solarkredit/Ratenkredit ist unbesichert, schneller abschließbar, hat aber häufig höhere Zinsen und kürzere Laufzeiten.

Welche Kosten kann ich über das Immobiliendarlehen finanzieren?

In der Regel finanzierbar sind PV-Module, Wechselrichter, Montagematerial, Statik/Planung, Gerüst, Installation, Inbetriebnahme, Batteriespeicher und – sofern gewünscht – eine passende Wallbox. Auch Nebenarbeiten am Dach können je nach Bank eingeschlossen werden.

Benötige ich eine Grundschuld für die Photovoltaik-Finanzierung?

Meist ja. Das Immobiliendarlehen wird über eine Grundschuld besichert. Alternativ gibt es Modernisierungskredite ohne Grundbucheintrag, diese sind jedoch meist teurer. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Investitionssumme und Bonität ab.

Kann ich Förderungen mit dem Immobiliendarlehen kombinieren?

Häufig ja. Je nach Bundesland und Kommune gibt es Zuschüsse oder Darlehen. Prüfen Sie zusätzlich Programme nationaler Förderinstitute. Die Verfügbarkeit und Konditionen ändern sich regelmäßig, daher empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung vor Abschluss.

Ist ein Batteriespeicher mitfinanzierbar?

Ja, Batteriespeicher werden üblicherweise mitfinanziert. Das kann den Eigenverbrauch und Autarkiegrad erhöhen und die Wirtschaftlichkeit verbessern.

Welche Laufzeiten und Zinsbindungen sind üblich?

Gängig sind Zinsbindungen von 5 bis 20 Jahren und Gesamtlaufzeiten, die zu Ihrem Tilgungssatz passen. Übliche anfängliche Tilgungen liegen bei etwa 1–3 % p. a., abhängig von Budget und Zinsniveau.

Sind Sondertilgungen möglich?

Viele Angebote erlauben jährliche Sondertilgungen (z. B. 5–10 % der Restschuld) ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Details variieren je nach Darlehensvertrag.

Wie beeinflussen Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Steuern die Wirtschaftlichkeit?

Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto größer die Stromkosteneinsparung. Zusätzlich erhalten Sie Einspeisevergütungen nach EEG. Für kleine Anlagen bis 30 kWp ist die Einspeisung meist einkommensteuerfrei; der 0 %-Umsatzsteuersatz auf Lieferung/Installation senkt Investitionskosten. Individuelle steuerliche Bewertung ist empfehlenswert.

Kann ich finanzieren, obwohl bereits eine Baufinanzierung besteht?

Ja, oft als nachrangige Grundschuld oder im Rahmen einer Erhöhung/Umschuldung. Konditionen hängen vom Beleihungsauslauf und der vorhandenen Finanzierung ab.

Wie schnell erhalte ich die Auszahlung?

Nach vollständiger Unterlagenprüfung, Wertermittlung und Eintragung der Sicherheiten erfolgt die Auszahlung meist zügig in einer Summe. Planen Sie dennoch etwas Vorlauf für Installations- und Liefertermine ein.