Wissenswertes über:
Anschlußfinanzierung Ihrer Immobilie in Augsburg - Sicherheit für Ihre Anschlußfinanzierung
Soll ich mich um eine Anschlussfinanzierung kümmern, obwohl ich damals zu viel günstigeren Konditionen abgeschlossen habe?
Auch wenn es schmerzt und die Hypothekenzinsen heute höher sind als zum Zeitpunkt Ihrer ersten Baufinanzierung: Holen Sie sich unbedingt Vergleichsangebote für Ihre anstehende Anschlussfinanzierung ein – sowohl für eine Prolongation bei Ihrer aktuellen Bank als auch für eine Umschuldung zu einem neuen Kreditgeber.
Gründe hierfür sind unter anderem:
- Die Zinsen könnten weiter steigen. Eine Erhöhung um 1 Prozentpunkt beim Sollzins bedeutet bei einer Darlehenssumme bzw. Restschuld von 200.000 € über 10 Jahre je nach Tilgung bis zu fast 32.000 € zusätzliche Zinskosten.
- Die Einwertung Ihrer Immobilie kann bei der Bank niedriger ausfallen, wenn die Zinsen steigen. Das erhöht den Beleihungsauslauf (Verhältnis Darlehenssumme zu Beleihungswert) und führt häufig zu einem Konditionsaufschlag bei der Anschlussfinanzierung – sprich: höhere Zinsen.
Wie kann ich das Risiko bei einer Anschlussfinanzierung minimieren?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Risiko bei einer anstehenden Anschlussfinanzierung zu minimieren und Ihre Finanzierungskosten zu optimieren:
- Nutzen Sie die Sondertilgungsoptionen Ihres bestehenden Kredits, um die Restschuld zu senken. Eine geringere Darlehenssumme kostet bei steigenden Zinsen deutlich weniger.
- Falls möglich und finanziell tragbar: Erhöhen Sie den Tilgungssatz. Eine höhere Tilgung reduziert die Restschuld schneller und spart Zinsen.
- Sichern Sie sich Zinsen im Voraus mit einem Forward-Darlehen – je nach Bank bis zu 60 Monate (5 Jahre) vor Ablauf der Zinsbindung. Sie zahlen dafür einen Forward-Aufschlag, dessen Höhe je nach Laufzeit und Anbieter variiert.
- Als weitere Option können Sie über einen Bausparvertrag langfristig niedrige Zinsen absichern. Voraussetzung: Der Vertrag muss ausreichend bespart werden, damit er später zur Zuteilung kommt.
Tipp: Achten Sie bei der neuen Finanzierung auf flexible Tilgungssatzwechsel, angemessene Zinsbindungsdauer und einen fairen Effektivzins.
Sprechen Sie mit einem Finanzierungsberater von Hausguthaben über Ihre Anschlussfinanzierung. Wir beraten Sie gerne – individuell, unabhängig und unverbindlich.
Häufige Fragen rund um die Anschlussfinanzierung (FAQ)
Was ist eine Anschlussfinanzierung und welche Optionen habe ich?
Unter Anschlussfinanzierung versteht man die Finanzierung der Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung. Optionen sind die Prolongation bei Ihrer bisherigen Bank oder die Umschuldung zu einer neuen Bank. Welche Variante günstiger ist, zeigt der Konditionsvergleich von Soll- und Effektivzins inklusive aller Gebühren.
Wann sollte ich mit der Planung beginnen?
Starten Sie idealerweise 12–24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit dem Angebotsvergleich. Ein Forward-Darlehen können Sie – je nach Bank – bis zu 60 Monate im Voraus abschließen, um sich das aktuelle Zinsniveau zu sichern.
Welche Unterlagen brauche ich für die Anschlussfinanzierung?
Wichtig sind u. a. der aktuelle Darlehensvertrag, Angaben zu Restschuld und Zinsbindungsende, Einkommensnachweise, Objekt- und Bewertungsunterlagen (z. B. Grundbuchauszug), Nachweis der Wohngebäudeversicherung sowie ggf. Modernisierungsnachweise.
Wie kann ich meinen Zinssatz verbessern?
Reduzieren Sie den Beleihungsauslauf (z. B. durch Sondertilgung oder zusätzliches Eigenkapital), wählen Sie eine passende Zinsbindungsdauer und achten Sie auf günstige Konditionen inklusive Tilgungssatzwechsel. Ein niedriger Beleihungsauslauf (z. B. ≤ 80 %) wirkt sich meist positiv auf den Zinssatz aus.
Lohnt sich ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen lohnt sich, wenn Sie steigende Zinsen erwarten oder frühzeitig Budget- und Zinssicherheit wünschen. Beachten Sie den Forward-Aufschlag: Er sollte im Verhältnis zur erwarteten Zinsentwicklung stehen.
Prolongation oder Umschuldung – was ist besser?
Das ist abhängig von Zinssatz, Flexibilität und Nebenkosten. Eine Umschuldung kann günstiger sein, wenn der neue Anbieter bessere Konditionen bietet. Eine Prolongation ist oft schneller und einfacher. Ein Angebotsvergleich entscheidet.
Was passiert, wenn ich nichts unternehme?
Ohne aktive Entscheidung laufen Darlehen häufig in teurere Anschlusskonditionen weiter. Spätestens 6 Monate vor Ablauf der Zinsbindung sollten Sie handeln. Nach § 489 BGB können Sie ein Darlehen 10 Jahre nach Vollauszahlung mit 6‑monatiger Frist kündigen – wichtig für Umschuldungspläne.