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Wissenswertes über:

Anschlussfinanzierung Bayreuth - Jetzt günstige Zinsen sichern

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für meine Anschlussfinanzierung?

Für eine erfolgreiche Anschlussfinanzierung (auch Prolongation oder Umschuldung) Ihrer Baufinanzierung bzw. Ihres Immobilienkredits stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung. Vergleichen Sie frühzeitig Zinssätze, Zinsbindung, Tilgung und Sondertilgungen, um den effektiven Jahreszins zu optimieren und Ihre Restschuld planbar zu reduzieren.

Annuitätendarlehen: Bei einem Annuitätendarlehen zahlen Sie während der gesamten Laufzeit konstante monatliche Raten (Annuitäten), bestehend aus Zins- und Tilgungsanteil. Der Zinssatz kann fest (Zinsbindung z. B. 5, 10, 15, 20 oder 30 Jahre) oder variabel sein. Häufig sind Optionen wie Sondertilgung, Tilgungssatzwechsel und eine bereitstellungszinsfreie Zeit vereinbar. Ein Zinsvergleich verschiedener Banken hilft, den effektiven Jahreszins zu senken.

Forward-Darlehen: Ein Forward-Darlehen ermöglicht es Ihnen, bereits vor Ablauf Ihrer aktuellen Zinsbindung einen neuen Kreditvertrag abzuschließen und sich die heutigen Zinsen für die Zukunft zu sichern (Zinssicherung häufig 12–60 Monate im Voraus). Damit schützen Sie sich vor möglichen Zinssteigerungen und gewinnen Planungssicherheit. Zu beachten ist ein möglicher Forward-Aufschlag auf den Sollzins.

Bausparvertrag: Wenn Sie einen Bausparvertrag besitzen, können Sie das angesparte Guthaben als Eigenkapital einsetzen und – nach Zuteilung – ein Bauspardarlehen zu planbaren Konditionen nutzen. Das ist besonders attraktiv, wenn Sie langfristig stabile Zinsen wünschen oder Modernisierungen finanzieren möchten.

KfW-Darlehen: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Förderprogramme, die im Rahmen der Anschlussfinanzierung genutzt oder kombiniert werden können – etwa für energieeffiziente Sanierungen oder klimafreundlichen Neubau. Diese Förderkredite sind oft zinsgünstig und können je nach Programm zusätzliche Vorteile (z. B. Tilgungszuschüsse) bieten. Prüfen Sie, welche Programme aktuell verfügbar sind und zu Ihrem Vorhaben passen.

Variable Darlehen: Bei variablen Darlehen orientiert sich der Zinssatz während der Laufzeit an einem Referenzzins (z. B. dem Euribor) und kann steigen oder fallen. Das kann vorteilhaft sein, wenn Sie mit sinkenden Zinsen rechnen oder kurzfristig flexibel bleiben möchten. Beachten Sie jedoch das Risiko steigender Zinsen. Als Zwischenlösung sind auch Zinscaps (Zinsobergrenzen) möglich.

Prolongation vs. Umschuldung: Bei der Prolongation verlängern Sie die Zinsbindung direkt bei Ihrer bisherigen Bank. Das ist schnell und unkompliziert. Eine Umschuldung bedeutet den Wechsel zu einer anderen Bank – oft mit besseren Konditionen. Dabei können einmalige Kosten (z. B. für Notar/Grundbuch bei Grundschuldabtretung oder -neubestellung) anfallen, die sich durch einen günstigeren Zinssatz dennoch schnell amortisieren können.

Es ist wichtig, die verschiedenen Finanzierungsarten zu vergleichen und Ihre individuellen Bedürfnisse, die Restschuld, den Beleihungsauslauf (Loan-to-Value) sowie Ihre finanzielle Situation zu berücksichtigen. Ein unabhängiger Zinsvergleich und eine fundierte Beratung unterstützen Sie dabei, die beste Option für Ihre Anschlussfinanzierung zu finden.

Tipp: Kümmern Sie sich frühzeitig – idealerweise 6 bis 24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung – um Ihre Anschlussfinanzierung. So sichern Sie sich attraktive Zinsen, nutzen Forward-Optionen und vermeiden teure Übergangslösungen.

Sprechen Sie mit einem Berater von Hausguthaben, um die für Sie passende Anschlussfinanzierung zu finden und Angebote für Prolongation oder Umschuldung zu vergleichen.

Häufige Fragen (FAQ) zur Anschlussfinanzierung

Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Eine Anschlussfinanzierung ist die Weiterfinanzierung Ihrer bestehenden Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung – entweder als Prolongation bei derselben Bank oder als Umschuldung zu einem neuen Kreditinstitut.

Wann sollte ich mich um die Anschlussfinanzierung kümmern?
Beginnen Sie idealerweise 6 bis 24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung mit dem Zinsvergleich. Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich aktuelle Konditionen oft mehrere Monate bis Jahre im Voraus sichern.

Was ist der Unterschied zwischen Prolongation und Umschuldung?
Prolongation bedeutet die Verlängerung bei Ihrer aktuellen Bank, häufig mit wenig Aufwand. Umschuldung ist der Bankwechsel, um bessere Konditionen zu erhalten. Dabei können Nebenkosten entstehen, die einem möglichen Zinsvorteil gegenüberzustellen sind.

Für wen lohnt sich ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen lohnt sich insbesondere, wenn steigende Zinsen erwartet werden oder Sie maximale Planungssicherheit wünschen. Beachten Sie den möglichen Forward-Aufschlag.

Welche Zinsbindung ist sinnvoll?
Die passende Zinsbindung hängt von Ihrer Risikoneigung, dem Zinsumfeld, der geplanten Haltedauer der Immobilie und der Höhe der Restschuld ab. Längere Zinsbindungen bieten mehr Sicherheit, kürzere können günstiger sein.

Kann ich Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel vereinbaren?
Ja, viele Angebote ermöglichen jährliche Sondertilgungen und flexible Tilgungssatzwechsel. Das beschleunigt die Entschuldung und senkt die Gesamtkosten.

Welche Rolle spielen Restschuld und Beleihungsauslauf?
Je niedriger der Beleihungsauslauf (Verhältnis Darlehen zu Immobilienwert), desto besser sind in der Regel die Zinskonditionen. Eine geringe Restschuld und zusätzliches Eigenkapital wirken sich positiv aus.

Lassen sich KfW-Förderungen mit der Anschlussfinanzierung kombinieren?
Ja, je nach Programm und Verwendungszweck können KfW-Darlehen kombiniert werden, etwa für energetische Sanierungen. Prüfen Sie die aktuellen Voraussetzungen und Fristen.