Wissenswertes über:
Anschlußfinanzierung Ihrer Immobilie in Fürth beim - Ihr kostengünstiges Folgedarlehen
Was ist eine Anschlussfinanzierung (auch: Anschlußfinanzierung)?
Eine Anschlussfinanzierung ist die Weiterfinanzierung der Restschuld, wenn die Zinsbindung (Sollzinsbindung) eines bestehenden Bau- bzw. Hypothekendarlehens endet. Dazu wird ein neuer Kreditvertrag abgeschlossen, der die Restschuld des alten Darlehens abdeckt. Je nach Marktlage und Strategie können Zinssatz, Laufzeit, Tilgung und Flexibilitätsoptionen wie Sondertilgungen oder Tilgungssatzwechsel neu vereinbart werden.
Es gibt drei gängige Wege der Anschlussfinanzierung:
- Prolongation: Verlängerung bei Ihrer bisherigen Bank mit neuen Konditionen.
- Umschuldung (Bankwechsel): Wechsel zu einer anderen Bank, oft mit günstigeren Zinsen – dabei können Notar- und Grundbuchkosten anfallen (z. B. Abtretung/Neubestellung der Grundschuld).
- Forward-Darlehen: Heute Zinsen für die Zukunft sichern (typisch bis zu 60 Monate im Voraus), um sich gegen mögliche Zinssteigerungen abzusichern.
Eine Anschlussfinanzierung bietet die Chance, von günstigen Zinsen zu profitieren, die Monatsrate zu stabilisieren und die Gesamtkosten der Immobilienfinanzierung zu senken. Es ist ratsam, sich rechtzeitig – idealerweise 6 bis 24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung (bei Forward auch früher) – um den Zinsvergleich und die Auswahl des besten Angebots zu kümmern.
Welche Vorteile bietet mir eine Anschlussfinanzierung?
Eine Anschlussfinanzierung kann verschiedene Vorteile bieten. Sie ermöglicht es Ihnen, nach Ablauf der Zinsbindung Ihres laufenden Darlehens eine neue Vereinbarung mit der Bank zu treffen. Zu den Vorteilen gehören:
- Niedrigere Zinsen: Wenn das Marktzinsniveau seit Abschluss Ihres ursprünglichen Darlehens gesunken ist, können Effektivzins und Sollzins günstiger ausfallen.
- Flexibilität: Sie können die Laufzeit anpassen, Sondertilgungen vereinbaren und Tilgungssatzwechsel ermöglichen – z. B. längere Laufzeit für niedrigere Rate oder kürzere Laufzeit für schnellere Entschuldung.
- Kostenersparnis: Durch niedrigere Zinsen, eine passende Zinsbindung (z. B. 10/15/20 Jahre) und vorteilhafte Vertragsoptionen lassen sich Gesamtkosten und Monatsrate reduzieren.
- Wettbewerbsvorteil nutzen: Durch Umschuldung (Bankwechsel) können bessere Konditionen erzielt werden, wenn Ihre bisherige Bank nicht mithält.
- Zinssicherheit: Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich frühzeitig Konditionen und vermeiden mögliche Zinsrisiken.
Welche Nachteile habe ich beim Abschluss einer Anschlussfinanzierung?
Bei Abschluss einer Anschlussfinanzierung gibt es auch einige potenzielle Nachteile zu beachten. Diese können sein:
- Höhere Gesamtkosten: Je nach gewählter Zinsbindung, Zinssatz und Laufzeit können die Gesamtkosten steigen – etwa bei längerer Laufzeit oder ungünstiger Zinsentwicklung.
- Nebenkosten beim Bankwechsel: Bei Umschuldung können Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Schätzkosten anfallen.
- Zinsänderungsrisiko: Wählen Sie eine sehr kurze Zinsbindung, kann ein späterer Zinsanstieg die Anschlusskonditionen verteuern.
- Vorfälligkeitsentschädigung: Diese fällt nur an, wenn Sie Ihr bestehendes Darlehen vor Ende der Zinsbindung ablösen. Bei regulärer Anschlussfinanzierung zum Ablauf der Zinsbindung entsteht sie in der Regel nicht.
- Gebundene Konditionen: Im Rahmen der neuen Zinsbindung sind Änderungen nur möglich, wenn Flexibilitätsoptionen (z. B. Tilgungssatzwechsel, Sondertilgung) vertraglich vereinbart sind.
Es ist wichtig, diese potenziellen Nachteile sorgfältig abzuwägen und individuell zu prüfen, ob eine Anschlussfinanzierung in Ihrer Situation vorteilhaft ist. Eine professionelle Finanzberatung kann Ihnen dabei helfen, die Vor- und Nachteile abzuwägen und das passende Angebot zu finden.
Häufige Fragen (FAQ) zur Anschlussfinanzierung
Wann sollte ich mit der Planung der Anschlussfinanzierung beginnen?
In der Regel 6–24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung. Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich Zinsen sogar bis zu 60 Monate im Voraus sichern.
Was ist der Unterschied zwischen Prolongation, Umschuldung und Forward-Darlehen?
Prolongation: Verlängerung bei der bisherigen Bank. Umschuldung: Wechsel zu einer anderen Bank. Forward-Darlehen: Frühzeitige Zinssicherung für eine zukünftige Anschlussfinanzierung.
Kann ich bei der Anschlussfinanzierung die Bank wechseln?
Ja. Ein Bankwechsel (Umschuldung) ist möglich und kann zu besseren Konditionen führen. Beachten Sie potenzielle Nebenkosten wie Notar- und Grundbuchgebühren.
Welche Unterlagen werden in der Regel benötigt?
Aktueller Darlehensvertrag, Angaben zur Restschuld und Zinsbindung, Einkommen- und Vermögensnachweise, Objektunterlagen (z. B. Grundbuchauszug), ggf. aktuelle Immobilienbewertung.
Was passiert, wenn ich nichts unternehme?
Nach Ende der Zinsbindung läuft das Darlehen häufig variabel weiter, was zu Zinsrisiken führt. Besser ist es, rechtzeitig feste Konditionen zu vereinbaren.
Wie beeinflusst die gewählte Zinsbindung meine Rate?
Längere Zinsbindung bietet mehr Planungssicherheit, kann aber einen etwas höheren Zinssatz bedeuten. Kürzere Bindungen sind oft günstiger, bergen aber Zinsänderungsrisiken.
Sind Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel möglich?
Ja, wenn sie vertraglich vereinbart werden. Sie erhöhen die Flexibilität und können die Gesamtkosten deutlich senken.
Fallen bei der Umschuldung zusätzliche Kosten an?
Es können Notar- und Grundbuchkosten, ggf. Schätzkosten entstehen. Diese sollten in den Gesamtvergleich der Angebote einfließen.
Lohnt sich ein Forward-Darlehen trotz Zinsaufschlag?
Das hängt von der erwarteten Zinsentwicklung ab. Steigen die Zinsen, kann sich der Aufschlag lohnen. Bleiben Zinsen stabil oder sinken, ist ein klassisches Angebot oft günstiger.
Wie hoch sollte die anfängliche Tilgung sein?
Üblich sind 2–3 % oder mehr. Höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit und senkt Gesamtkosten, erhöht aber die Monatsrate.