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Steigende Zinsen: So wirken sie sich auf Ihre Anschlussfinanzierung aus
Steigende Zinsen können sich auf verschiedene Weise auf Ihre Anschlussfinanzierung (Baufinanzierung, Prolongation oder Umschuldung) auswirken. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Effekte und praxisnahe Tipps, wie Sie darauf reagieren können.
Direkte Auswirkungen steigender Zinsen
- Höhere monatliche Raten: Steigt der Sollzins, erhöht sich in der Regel auch der Zinssatz Ihrer Anschlussfinanzierung. Das führt zu höheren Annuitäten und damit steigenden Monatsraten.
- Höhere Gesamtkosten: Mit einem höheren Effektivzins zahlen Sie über die gesamte Laufzeit mehr Zinsen. Die Gesamtbelastung Ihrer Baufinanzierung steigt.
- Strengere Kreditvergabe: Banken passen bei Zinsanstiegen häufig ihre Bonitätsanforderungen an. Das kann strengere Haushaltsrechnungen, geringere maximale Darlehenssummen oder einen niedrigeren Beleihungsauslauf bedeuten.
- Verlängerung der Laufzeit als Option: Um steigende Raten abzufedern, können Sie die Kreditlaufzeit verlängern oder den Tilgungssatz senken. Das reduziert die Monatsrate, erhöht aber die Gesamtkosten und kann die Restschuld länger bestehen lassen.
- Einfluss auf die Restschuld: Bei höherem Zins fällt der Tilgungsanteil in der Rate geringer aus. Dadurch kann die Restschuld am Ende der Zinsbindung höher sein als geplant.
Was Sie jetzt tun können
- Angebote vergleichen: Prüfen Sie Prolongation bei Ihrer Bank vs. Umschuldung zu einem anderen Kreditinstitut. Ein breiter Zinsvergleich kann spürbare Vorteile bringen.
- Forward-Darlehen sichern: Wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten 6–60 Monaten endet, kann ein Forward-Darlehen zukünftige Zinssicherheit bieten.
- Tilgung und Rate aktiv steuern: Nutzen Sie Sondertilgungen (sofern vertraglich möglich) und erwägen Sie einen Tilgungssatzwechsel, um Rate, Laufzeit und Restschuld zu optimieren.
- Laufzeit und Zinsbindung prüfen: Längere Zinsbindungen bieten Planungssicherheit, sind aber meist teurer. Kürzere Bindungen sind günstiger, bergen aber das Zinsänderungsrisiko.
- Unterlagen aktualisieren: Aktuelle Einkommensnachweise, Objektunterlagen und Informationen zum Beleihungsauslauf beschleunigen die Kreditentscheidung und können bessere Konditionen ermöglichen.
Fazit
Es ist wichtig, die Auswirkungen steigender Zinsen auf Ihre Anschlussfinanzierung realistisch einzuschätzen und Ihre finanzielle Situation sorgfältig zu analysieren. Ein Vergleich verschiedener Angebote (Sollzins, Effektivzins, Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgungen) hilft, die besten Konditionen zu finden.
Ihr Finanzierungsberater von Hausguthaben kann Ihnen auch nicht sagen, wie sich die Zinsen in der Zukunft entwickeln. Aber Hausguthaben kann Ihnen helfen, Risiken bei einer Anschlussfinanzierung (Anschlußfinanzierung) zu minimieren, eine passende Strategie zu wählen und Konditionen zu verhandeln. Sprechen Sie uns an.
Häufige Fragen (FAQ) zur Anschlussfinanzierung bei steigenden Zinsen
1) Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Die Anschlussfinanzierung ist die Weiterfinanzierung Ihrer Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung. Sie kann als Prolongation bei der bisherigen Bank oder als Umschuldung zu einer neuen Bank erfolgen.
2) Prolongation oder Umschuldung: Was ist besser?
Das hängt von Konditionen und Flexibilitäten ab. Eine Umschuldung kann günstigere Zinsen bringen, verursacht aber Wechselkosten (z. B. Grundbuch- und Notarkosten). Bei Prolongation sind Prozesse oft einfacher, dafür sind die Zinsen nicht immer am günstigsten.
3) Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?
Wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten 6 bis 60 Monaten endet und Sie mit steigenden Zinsen rechnen, kann ein Forward-Darlehen die aktuellen Zinsen vorab sichern. Es fallen Zinsaufschläge je nach Vorlaufzeit an.
4) Wie wirken sich Tilgung und Zinsbindung auf die Monatsrate aus?
Ein höherer Tilgungssatz erhöht die Monatsrate, senkt aber die Gesamtkosten und die Restschuld schneller. Eine längere Zinsbindung erhöht meist den Zinssatz, bietet jedoch mehr Planungssicherheit.
5) Welche Kosten entstehen bei einer Umschuldung?
Zum Zinsbindungsende fallen in der Regel keine Vorfälligkeitsentschädigungen an. Es können Kosten für Notar, Grundbuch und ggf. Wertermittlung anfallen. Diese sollten in den Angebotsvergleich einfließen.
6) Kann ich die Rate senken, wenn die Zinsen steigen?
Ja, durch längere Laufzeit, niedrigeren Tilgungssatz oder eine Kombination daraus. Beachten Sie, dass dadurch Gesamtkosten und Restschuld am Ende der Zinsbindung steigen können.
7) Welche Unterlagen benötige ich für die Anschlussfinanzierung?
Typisch sind Einkommensnachweise, Kreditverträge, Restschuld- und Zinsbindungsnachweise, Objekt- und Grundbuchunterlagen sowie Angaben zu Sondertilgungsrechten und Beleihungsauslauf.
8) Wann sollte ich mich um die Anschlussfinanzierung kümmern?
Spätestens 6–12 Monate vor Ablauf der Zinsbindung. Bei erwarteten Zinsanstiegen kann ein früherer Start mit Forward-Darlehen sinnvoll sein.
9) Was passiert, wenn die Zinsen wieder fallen?
Fallen die Zinsen, kann bei kürzerer Zinsbindung schneller neu verhandelt werden. Bei langer Zinsbindung profitieren Sie weniger vom Rückgang, haben aber zuvor Planungssicherheit gewonnen.
10) Gibt es Alternativen wie Bausparen oder KfW?
Ein Bausparvertrag kann langfristig Zinsen sichern, ist aber von Tarif und Ansparphase abhängig. KfW-Programme können günstige Konditionen für Modernisierung oder energetische Sanierung bieten. Prüfen Sie die Fördervoraussetzungen frühzeitig.